Traum oder Trauma? Leistungssport – Ein Hobby mit zwei Seiten

Mann verzweifel draußen im Sonnenuntergang
Mann verzweifel draußen im Sonnenuntergang (c) Unsplash
Leistungssport bringt viele Vor- aber auch Nachteile mit sich. Ob der Traum zum Trauma wird, hängt besonders bei Jugendlichen von ihrem Umfeld ab
Von Marle Rasmus, Klasse 8b, Grashof Gymnasium, Essen

Welches Kind träumt nicht davon, später ein Profifußballer, eine Primaballerina oder einfach ein erfolgreicher Leistungssportler zu sein? Viele Kinder und Jugendliche betreiben Sport und einige auch auf einem Leistungsniveau. Sport auf diesem Niveau zu betreiben birgt für die Athleten sowohl Vor- als auch Nachteile.

Auf der einen Seite lernt man im Leistungssport früh, Verantwortung für sein Tun zu übernehmen und sich zu organisieren und das ist zum Beispiel ein Grund dafür, dass die meisten Leistungssportler gute Noten in der Schule haben. Außerdem stärken die Wettbewerbe und gewonnenen Preise das Selbstwertgefühl und die Kinder und Jugendlichen bleiben darüber hinaus gesund und körperlich fit.

Auf der anderen Seite brauchen Leistungssportler eine enorme Leistungsbereitschaft und sie müssen für den Sport auf einen Großteil ihrer Freizeit verzichten. Manche Kinder und Jugendliche entwickeln sogar Essstörungen wegen des konstanten Konkurrenzdrucks, des Stresses und der körperlichen Anforderungen oder dem Zwang, die Leichteste, Stärkste oder Beste zu sein.

Manche Athleten kommen darüber hinaus nicht mit der psychischen Belastung klar und natürlich hinterlässt die starke körperliche Beanspruchung auch Folgen, wie zum Beispiel Schmerzen oder körperlichen Verschleiß und Verletzungen – Jedoch hängt das von der jeweiligen Sportart ab. Außerdem setzt der Wachstumsschub teilweise ein bis zwei Jahre später ein. Das ist zwar nicht unbedingt schlimm für den Körper, aber man bemerkt hier, wie sich Leistungssport auf den Organismus auswirkt.

Ob sich nun der Traum zum Trauma entwickelt, hängt vom Kind und seinem Umfeld ab. Ob Eltern und Lehrer das Kind unterstützen oder nicht und wie es mit der Situation umgeht. Nicht jeder ist für den Leistungssport geschaffen!

Beitragsbild: Francisco Moreno via Unsplash

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