Seit vielen Jahren leben immer mehr Menschen auf der Erde. Verständlich, dass wird deshalb mehr Platz zum Wohnen und Leben brauchen. Eine Entwicklung mit fatalen Folgen.

Von Ema Klahn

Wenn man von Abholzung und Flächenverbrauch hört, denkt man an den Regenwald oder vielleicht Länder wie die USA. Aber bei uns doch nicht! Falsch gedacht. Zwischen 2012 und 2015 wurden täglich durchschnittlich 66 Hektar Boden verbraucht, meldet das Statistische Bundesamt. Das sind fast 100 Fußballfelder – und das jeden Tag!

Zeit, dass sich was ändert!

Wenn Boden „verbraucht“ wird, dann wird darauf Siedlungs- und Verkehrsfläche gebaut. Ein großer Teil davon wird sogar versiegelt, auf Straßen oder anderen asphaltierten Flächen kann kein Wasser mehr versickern. Das Problem dabei: Wenn das Wasser nicht mehr versickern kann, muss es auf andere Flächen ausweichen. Das erhöht dann das Risiko von Überschwemmungen, wenn es sehr plötzlich viel regnet. Das wird in Zeiten des Klimawandels immer häufiger passieren. Versiegelte Flächen absorbieren außerdem Wärme, die Städte heizen sich also noch einmal extra auf. Und die Böden haben ja noch andere Funktionen, die durch ihren Verbrauch verloren gehen: Sie schützen Klima und Artenvielfalt, dienen der Landwirtschaft und der Produktion von Rohstoffen.

Deshalb muss sich etwas ändern! Wir können nicht jährlich 250 Quadratkilometer Fläche für unsere Straßen und Häuser versiegeln, wir müssen endlich anfangen, unsere Umwelt und Natur zu schützen. Die Insekten sterben, die Erde wärmt sich immer weiter auf und wir bauen einfach weiter. Das wäre ja grundsätzlich kein Problem, aber wir sind nicht das einzige Land auf der Welt, das seinen Boden immer mehr zubaut. Immerhin: Das sind alles Probleme, die wir selbst geschaffen haben. Also sollten wir als gutes Vorbild vorangehen und effektiv all diese von Menschen geschaffenen Probleme angehen. Wir haben die Möglichkeiten dazu.