Was sollte uns als erstes in den Sinn kommen, wenn wir in Zukunft an das Ruhrgebiet denken? Dass es unsere Heimat sei, findet unsere Autorin.

Von Johanna Schwermer

Der deutsche Steinkohlebergbau endet im Dezember 2018. Doch damit soll nicht das Ruhrgebiet in Vergessenheit geraten! Denn so vieles im Ruhrgebiet ist einzigartig, dass es schade, fast schon eine Tragödie wäre, wenn wir uns an all das nicht mehr erinnern würden.

Somit lasst uns auch noch in 50 Jahren an die Zechen, Denkmäler und Halden denken. An all das Treiben, das dort mal stattgefunden hat. An all die Freude und auch das Leid, die damit verbunden sind. Lasst uns an die Geschichten denken. Die Geschichten unserer Großeltern, unserer Opas, die vielleicht sogar noch aktiv im Bergbau gearbeitet haben. Die Geschichten, die auch ich immer mit viel Freude erzählt bekommen habe. Lasst sie uns weitererzählen und so dem Ruhrgebiet, aber auch den Bergleuten und deren Familien auf diese Weise eine Ehre erweisen.

Lasst uns das Ruhrgebiet weiterleben lassen, indem wir es in unseren Alltag integrieren. Indem wir weiterhin das Ruhrpott-Deutsch sprechen, das doch sowieso fest in unserem Sprachgebrauch verankert ist. Selbst wenn wir es wahrscheinlich gar nicht wirklich merken.

Lasst uns die Bergbautraditionen weiterleben lassen!

Lasst uns das Ruhrgebiet weiterleben lassen, indem wir uns weiterhin an den Zechenhäusern und -siedlungen erfreuen, in denen vielleicht sogar der ein oder andere wohnt. Lasst uns einfach an das damalige Leben im Ruhrgebiet denken. An das Leben, das damals in den Zechen, den Zechenhäusern, auf den Straßen stattgefunden hat. An das Leben der dort wohnenden Familien, der Nachbarn. Denn für niemanden war es wirklich leicht, doch sie haben zusammengehalten und sich füreinander eingesetzt. Lasst uns ein Beispiel daran nehmen und es ihnen gleichtun. Lasst uns weiterhin zusammenhalten, harmonisch und freundschaftlich miteinander umgehen, offen, ehrlich und hilfsbereit sein.

Doch am wichtigsten dabei ist, dass wir nicht vergessen, woher all das stammt. Dass all dies nicht einfach vom Himmel gefallen ist, sondern eine Herkunft besitzt: das Ruhrgebiet.Letzlich ist es das Ruhrgebiet, was uns alle verbindet, ganz gleich, wie unterschiedlich wir auch sind, und uns zusammenhalten lässt.

Und vor allem liegt es in unserer Hand. In der Hand von uns Jugendlichen. Denn wir sind die Zukunft. Es zählt zu unserer Aufgabe, dass das Ruhrgebiet nicht in Vergessenheit gerät. Denn es ist unsere Heimat!

Titelbild: RAG

Die Reihe Glückauf. Forever entsteht in Kooperation mit der RAG.