Wenn im Dezember die letzte Zeche schließt, ist die Bergbauära noch lange nicht zu Ende. Die RAG sucht deswegen die besten Ideen zum Strukturwandel.
Von Rouven Kühbauch

Die letzte Zeche im Ruhrgebiet schließt – vorbei scheint das Zeitalter des Bergbaus, der die ganze Region wie nichts anderes geprägt hat. Die Landschaft zeichnet sich durch die verteilten Stolleneingänge, Veränderungen der Wasserläufe und die alten Zechen als Industriedenkmale aus. Auch die Kultur der Kumpel, der Zusammenhalt unter wie über Tage, zeugen vom jahrhundertelangen Steinkohlenbergbau. Ein Großteil der Bergarbeiter wird sich in Frühpension begeben, viele werden in neue Jobs vermittelt. Der Bergbau und das Ruhrgebiet – das scheint endgültig Geschichte.

Nun ja, nicht ganz. Denn auch wenn keine Kohle mehr im „Pott“ abgebaut wird, die Arbeit ist damit nicht vorbei. Neue Herausforderungen kommen auf das Ruhrgebiet zu. Die Überwachung alter Schächte, das Abpumpen von Grundwasser und Grubenwasser, Beseitigen von Altlasten, der Schutz der Umwelt – diese Aufgaben bleiben nach der Schließung des letzten Bergwerks. Auch die Frage nach dem kulturellen Erbe des Bergbaus steht im Raum.

Die RAG, die auch Projektpartner von Mediacampus ist, steht auch über das Jahr 2018 hinaus in der Verantwortung für die Folgen des Bergbaus. Prosper-Haniel heißt das letzte aktive Bergwerk im Ruhrgebiet. Es befindet sich in Bottrop und wird von der RAG betrieben. Die endgültige Schließung ist für den Dezember 2018 geplant.

Noch hört man hier täglich das schallende „Glück auf!“, das sich die Bergleute bei der Einfahrt zurufen. Der Kumpelgruß hat eine lange Tradition, denn das Leben unter Tage war stets mit einem gewissen Risiko verbunden. „Glück auf!“, das wünschte man sich bei jedem Gang unter die Erde und sollte einen erfolgreichen Arbeitseinsatz wünschen, aber auch vor Gefahren beschützen. „Glück auf!“ bedeutet Zuversicht – insofern ist der Gruß auch sinnbildlich für die Zukunft im Ruhrgebiet.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

In einer Themenpartnerschaft mit der RAG beschäftigt sich auch funky unter der Rubrik „Glückauf. Forever“ mit dem Bergbauende im Ruhrgebiet. Wir wollen uns Gedanken um die Zukunft machen und dabei auch einen Blick zurück werfen. Was wünschen sich Bergarbeiter für die Zukunft, was Jugendliche? Woran soll man in 50 Jahren denken, wenn man ans Ruhrgebiet denkt? Vor welche Herausforderungen werden uns die Ewigkeitsaufgaben in Zukunft stellen? Diesen Fragen wollen wir in den nächsten Monaten nachgehen, um die Faszination am Bergbau besser zu verstehen. Wie die Kultur der Kumpel die Region geprägt hat, spielt für den Ruhrpott auch heute noch eine große Rolle. Denn Zusammenhalt, Vertrauen und Toleranz waren im Bergbau schon früh wichtige Voraussetzungen, um die harte und gefährliche Arbeit gemeinsam zu stemmen.

 An dieser Stelle seid auch ihr gefragt! Anfang Mai startet ein WhatsApp-Wettbewerb, an dem ihr mit eurer Klasse teilnehmen könnt. 200 Euro wandern in die Klassenkasse der Gewinner und 100 Euro in die der Zweitplatzierten, für die es einige spannende Aufgaben zu bewältigen gibt. Außerdem gibt es Paninialben samt Stickern von der RAG zu gewinnen. Mehr Infos dazu, wie ihr euch anmelden könnt, gibt es auf funky.de/whatsapp . Tragt euch einfach in den Kanal „What’s funky“ ein, dann geht es schon los.

Titelbild: RAG

Die Reihe Glückauf. Forever entsteht in Kooperation mit der RAG.