Dass die Zukunft männlich ist, sagen heute wohl weniger Leute als früher. Die Zukunft ist weiblich, und ich rede nicht nur vom grammatischen Geschlecht!
Von Niki Marina Papastergiou, Klasse 9a, Heilwig Gymnasium Hamburg

Die weibliche Zukunft, sie ist überall: Am Arbeitsplatz, in der Schule, auf Instagram, Snapchat und Tumblr. Und wer hätte es gedacht, sogar auch auf Designer-Klamotten, damit sich Feministen künftig nicht von patriarchalischen Konzernen wie Tommy Hilfiger, Hugo Boss oder Ralph Lauren einkleiden lassen müssen.

Egal, ob erhöhter Lohn dank Frauenquote oder Social-Media bis zu den kuriosesten Theorien, wie zum Beispiel, dass alle Frauen ursprünglich homosexuell waren und die Anziehung zwischen den beiden Geschlechtern nichts anderes als ein soziales Konstrukt ist – Die revolutionäre Bewegung will dem Patriarchismus endlich ein Ende setzen.

Warum mit Männern nur gleichgestellt werden und nur die gleichen Löhne erhalten? Warum nur ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern anstreben, wenn viel mehr erkämpft werden könnte?

Wer nach Dankbarkeit sucht wird enttäuscht, denn anscheinend werden die Bemühungen, Frauen in Deutschland zu stärken, von Hardcore-Feministen einfach übersehen. Vielleicht sollten diese verstehen, was für ein ein Unterschied zwischen der Frauenrolle in der deutschen Gesellschaft und der in Indien, im Irak oder Afghanistan besteht.

Während Frauen in Saudi-Arabien nicht einmal Autofahren dürfen, beschwert man sich hier, unsere Privilegien reichten nicht? Gerät das alles nicht ein wenig außer Kontrolle?

Beitragsbild: Thought Catalog via Unsplash