{"id":55846,"date":"2021-10-25T16:16:54","date_gmt":"2021-10-25T14:16:54","guid":{"rendered":"https:\/\/funky.de\/braunschweiger-zeitungsverlag\/2021\/10\/25\/human-rights-film-festival-berlin-2021-die-kraft-des-dokumentarfilms\/"},"modified":"2021-11-11T15:07:42","modified_gmt":"2021-11-11T14:07:42","slug":"human-rights-film-festival-berlin-2021-die-kraft-des-dokumentarfilms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/funky.de\/braunschweiger-zeitung\/2021\/10\/25\/human-rights-film-festival-berlin-2021-die-kraft-des-dokumentarfilms\/","title":{"rendered":"Human Rights Film Festival Berlin 2021: Die Kraft des Dokumentarfilms"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Klimawandel, Diskriminierung von Minderheiten, Men<a href=\"schenrechtsverletzungen: Seit Jahren bietet das \">schenrechtsverletzungen: Seit Jahren bietet das <\/a><a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\">Human Rights Film Festival <\/a>eine Plattform zur filmischen Auseinandersetzung mit den dr\u00e4ngenden Fragen dieser Zeit. Unter dem diesj\u00e4hrigen Motto \u201eThe Art of Change\u201c wurden vom 16. bis zum 25. September in Berlin insgesamt 40 Filme aus der ganzen Welt in Kinos und als Stream gezeigt. funky pr\u00e4sentiert Euch die f\u00fcnf eindrucksvollsten Filme des Festivals.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reportagen sind selten stimmungserhellend. Erst recht, wenn es um die Themen Menschenrechte und Umweltschutz geht. Dank des Klimawandels jagt eine Naturkatastrophe die n\u00e4chste, Kriege um Ressourcen und Macht verw\u00fcsten ganze Landstriche, Frauen und Minderheiten werden unterdr\u00fcckt und Menschen sind vielerorts auf der Flucht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Status Quo l\u00e4sst sich jedoch \u00e4ndern \u2013 und das diesj\u00e4hrige Human Rights Film Festival pr\u00e4sentierte <strong>Geschichten von Menschen<\/strong>, die trotz der gr\u00f6\u00dften Widrigkeiten einen <strong>Wandel zum Besseren<\/strong> bewirken wollen. Doch kann ein Surf-Club in Bangladesch M\u00e4dchen wirklich nachhaltig f\u00f6rdern und best\u00e4rken? Kann sich eine Kleinb\u00e4uerin aus Malawi f\u00fcr mehr Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen und gleichzeitig gegen den Klimawandel k\u00e4mpfen? Die mutigen und hoffnungsvollen Protagonisten beweisen: Es braucht keinen Reichtum, um \u00c4nderung zu bewirken. Aber Ausdauer und Mut sind von N\u00f6ten, wie diese f\u00fcnf Filme zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/ants-and-grasshopper\"><strong>The Ants and the Grasshopper<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Willenskraft der Menschen findet sich in so vielen Reportagen des Human Rights Film Festivals wieder. Zum Beispiel in Anita, einer <strong>Kleinb\u00e4uerin aus Malawi<\/strong>, die mit Workshops in ihrem Dorf versucht, die Menschen von der Bedrohung durch den Klimawandel zu \u00fcberzeugen und die Landwirtschaft ressourcenschonender zu gestalten. Gleichzeitig arbeitet sie mit den Mitgliedern ihrer Gemeinschaft daran, eine gerechte <strong>Arbeitsteilung<\/strong> zwischen M\u00e4nner und Frauen einzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anita wirkt stoisch und verst\u00e4ndnisvoll zugleich. Trotz der vielen Schicksalsschl\u00e4ge, die ihr wiederfahrenden, l\u00e4sst sie sich nicht entmutigen, dass Menschen ihr Verhalten \u00e4ndern k\u00f6nnen. Dennoch musste auch sie erkennen: Ihre Handlungsm\u00f6glichkeiten sind beschr\u00e4nkt. Ihr Dorf allein kann den Klimawandel nicht aufhalten. Die meisten Emissionen werden von Industriel\u00e4ndern wie den USA und dort im Besonderen durch die konventionelle Landwirtschaft verursacht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deswegen <strong>reist sie in die USA<\/strong>, um dort auf Menschen zu treffen, die anders denken als sie. Anita sagt, sie habe eine besondere Gabe: Sie k\u00f6nne Menschen erreichen. Und so zieht sie durch mehrere Bundesstaaten, trifft konventionell und \u00f6kologisch arbeitende Bauern, h\u00f6rt zu und schildert ihnen ihre Lage in Malawi. Sie hofft, die US-Amerikaner von der Dringlichkeit zu \u00fcberzeugen, mit der gegen die Klimakrise vorgegangen werden m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Film <strong>\u201eThe Ants and the Grasshopper\u201c<\/strong> von Raj Patel ist das Portrait einer beeindruckenden Frau, die trotz aller Widrigkeiten nicht aufgibt. Sie l\u00e4sst sich nicht unterkriegen von den privilegierten Wei\u00dfen, die ihr erz\u00e4hlen, dass der Klimawandel nicht existiert und mit Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Sache reagieren. So inspirierend hoffnungsvoll die Protagonistin auch ist, am Ende macht dieser Film auch w\u00fctend: Wenn jemand wie Anita aus Malawi so viel bewirken kann, warum geschieht bei uns in Europa so wenig f\u00fcr den Klimaschutz? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundestagswahl h\u00e4tte eine Klimawahl werden k\u00f6nnen \u2013 am Ende entschied sich die Mehrheit dann doch f\u00fcr den <strong>Fortbestand des Status Quo<\/strong>. Das ist nicht nur unfair gegen\u00fcber Aktivistinnen wie Anita, es spiegelt auch unsere Arroganz: Die Mehrheit in Deutschland denkt scheinbar immer noch, der Klimawandel w\u00fcrde uns nicht bedrohen, nur weil bei uns noch nicht eine D\u00fcrreperiode die n\u00e4chste jagt oder ein steigender Meeresspiegel unsere gesamte Existenz bedroht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Ants and the Grasshopper official film trailer\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6J29qHOMm8k?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/there-once-was-island\"><strong>There once was an island<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzteres ist f\u00fcr die Bewohner von Nukutoa mitten in den Weiten des S\u00fcdwestpazifiks der Fall. Der Film \u201eThere once was an island\u201c von Briar March and Lyn Collie schildert auf bedr\u00fcckende Weise die Not der Takuu, deren <strong>Zuhause vom Meer nach und nach verschlungen wird<\/strong>. Es ist ersch\u00fctternd zu sehen, wie eine so nachhaltig lebende Gesellschaft am meisten unter dem von den Industrienationen der Welt verursachten Klimawandel zu leiden hat. Aufgrund der Treibhausgase, die beispielsweise wir in Deutschland zu Hauf verursachen, steigt weltweit der <strong>Meeresspiegel<\/strong>, dadurch werden die Flutwellen immer h\u00f6her, welche die K\u00fcstenstreifen erodieren und die G\u00e4rten versalzen lassen. Die Lebensgrundlage der Takuu wird damit immer weiter zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Film begleitet drei der 400 Inselbewohner f\u00fcr mehrere Jahre und zeigt, vor welche Schwierigkeiten sie gestellt werden: Bleiben sie auf ihrer Insel, werden ihre Kinder vielleicht keine Zukunft mehr haben. Lassen sie sich von der Regierung von Bougainville umsiedeln, <strong>verlieren sie ihre einzigartige Kultur<\/strong> und Lebensweise und m\u00fcssen sich den Zw\u00e4ngen des Kapitalismus unterwerfen. Bisher werden auf Nukutoa alle Ressourcen wie Ernte und Fisch gerecht geteilt, wird die indigene Religion praktiziert und traditionelle Pflanzen wie das riesenbl\u00e4ttrige Pfeilblatt angebaut. Auf Bukan, der Insel, auf die die autonome Regierung von Bougainville die Takuu umsiedeln will, w\u00e4re das nicht m\u00f6glich: Sie m\u00fcssten ihren Lebensunterhalt als Kakaobauern oder Lohnarbeiter erwirtschaften, w\u00fcrden in den bereits herrschenden <strong>Konflikt um Land<\/strong> hineingezogen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei w\u00e4re eine Umsiedelung nicht die einzige Option. \u00dcber zwei Jahre forderten die Inselbewohner die Regierung auf, Wissenschaftler zu schicken, um zu erforschen, was mit ihrem Zuhause geschieht und wie es gerettet werden kann. Die australischen Wissenschaftler stellten fest, dass der haupts\u00e4chlich vom Westen verursachte Klimawandel Schuld an der Misere der Takuu ist \u2013 aber statt einer Umsiedlung w\u00e4re es g\u00fcnstiger und nachhaltiger, die K\u00fcste mit Deichen vor Erosion zu sch\u00fctzen und ihre H\u00e4user auf Stelzen zu bauen, um sie vor den Flutwellen zu sch\u00fctzen. Bis heute ist jedoch kaum etwas passiert: Die Regierung hat weder die Mittel, die Bewohner zu evakuieren, noch um die Infrastruktur vor Ort auszubessern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so hinterl\u00e4sst auch dieser Film ein Gef\u00fchl des Unwohlseins: W\u00e4hrend sich die Politiker in Deutschland dar\u00fcber streiten, dass Arbeitspl\u00e4tze durch den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verloren gehen k\u00f6nnten, <strong>versinkt eine Gesellschaft mit geradezu nicht vorhandenem CO2-Fu\u00dfabdruck im Pazifik<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"There Once Was an Island | Trailer | Available Now\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xAxfAss1e_w?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/i-want\"><strong>As I Want<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Klimawandel war nicht das einzige Thema des Festivals. Ein weiterer Schwerpunkt war die <strong>St\u00e4rkung der Rechte von Frauen<\/strong>. In \u201eAs I Want\u201c r\u00fcckt Samaher Alqadi eine der Schattenseiten des arabischen Fr\u00fchlings in \u00c4gypten ins Licht: W\u00e4hrend der Kundgebungen auf dem Tahrir-Platz am 25. Januar 2013 zum zweiten Jahrestag der Revolution kam es zu <strong>Gruppenvergewaltigungen von Frauen<\/strong>. Doch auch an anderen Tagen sind Frauen sexuellen \u00dcbergriffen auf der Stra\u00dfe ausgesetzt: In Demonstrationen f\u00fcr Demokratie und Meinungsfreiheit m\u00fcssen Frauen Angst vor Vergewaltigungen haben, auf der Stra\u00dfe werden sie bel\u00e4stigt und angemacht \u2013 und wenn sie sich wehren, wird ihnen Gewalt angedroht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Filmemacherin Samaher Alquadi hat genug: Von nun an l\u00e4sst sie die Kamera laufen, wenn sie drau\u00dfen unterwegs ist. Sie <strong>spricht M\u00e4nner an<\/strong>, die ihr gegen\u00fcber \u00fcbergriffig werden, erhebt ihre Stimme, geht in die <strong>Konfrontation<\/strong>. Die Dem\u00fctigung, die den Frauen auf den Stra\u00dfen Kairos wiederfahren, sind stellenweise nur schwer aushaltbar f\u00fcr den Zuschauer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alquadi dokumentiert in ihrem Film, wie sich die \u00e4gyptischen Frauen organisieren und zusammen gegen die <strong>Zw\u00e4nge der patriarchalen Gesellschaft <\/strong>wehren. \u201eAs I Want\u201c zeigt einerseits, wie wichtig Frauen f\u00fcr die Demokratiebewegung in \u00c4gypten waren und andererseits welchen Preis sie daf\u00fcr zahlen mussten: Statt Strafverfolgung der T\u00e4ter und Gerechtigkeit f\u00fcr die Opfer werden die von sexuellen \u00dcbergriffen betroffenen Frauen als unehrenhaft diffamiert und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Dennoch macht ihr Film auch Hoffnung auf eine neue Generation an Frauen, die nicht mehr schweigend die Gewalt ertragen will, die ihnen die m\u00e4nnlich gepr\u00e4gte Gesellschaft antut.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"As I Want  ~Official Trailer~\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/dke18Alqz_4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/bangla-surf-girls\" rel=\"nofollow\">Bangla Surf Girls<\/a><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Surf-Club, der auch M\u00e4dchen aufnimmt? Klingt aus deutscher Perspektive nicht nach etwas Besonderem. In Bangladesch ist es allerdings eine kleine Revolution \u2013 und bietet M\u00e4dchen aus armen, muslimischen Familien eine Alternative zur Zwangsheirat oder Verschickung. Der Film \u201eBangla Surf Girls\u201c von Elizabeth D. Costa begleitet Shob, Shuma und Ayesha aus Cox\u2019s Bazar, die von einer <strong>Karriere als professionellen Surferinnen <\/strong>tr\u00e4umen und mithilfe ihres Surflehrers f\u00fcr ihre Rechte gegen\u00fcber Familie und Gesellschaft einstehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich haben M\u00e4dchen in Bangladesch keine Zeit, um Kind zu sein. Sie m\u00fcssen zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, werden zum Arbeiten mit gef\u00e4lschten P\u00e4ssen ins Ausland geschickt oder fr\u00fch von den Eltern <strong>zwangsverheiratet<\/strong>. Das Surfen gibt den M\u00e4dchen ein St\u00fcck Freiheit zur\u00fcck, die Wettbewerbe verschaffen ein kleines Einkommen, die Essenspenden durch den Club bes\u00e4nftigen die Familie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist vielleicht einer der <strong>hoffnungsvollsten Filme des Festivals<\/strong>: Er zeigt, wie kleine Initiativen wie der Surf-Club gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Kinder wie Shob, Shuma und Ayesha bewirken k\u00f6nnen. Trotzdem gibt es Probleme: Sobald der Club kein Geld mehr hat und die Familien keine Essensspenden mehr erhalten, tauchen einige M\u00e4dchen nicht mehr f\u00fcr die Surfstunden auf. Sie sind nun angewiesen, in Fabriken zu arbeiten oder wieder Eier am Strand zu verkaufen, w\u00e4hrend ihnen zuhause h\u00e4usliche Gewalt droht. Der Mut und die Willenskraft der M\u00e4dchen sind so beeindruckend wie ihre <strong>Lebensumst\u00e4nde beklemmend<\/strong> sind. Aber gerade deshalb ist \u201eBangla Surf Girls\u201c ein sehr emotionaler und inspirierender Film.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Bangla Surf Girls | Trailer | Coming Soon\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/h2ytXt8uvuM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/eatnameamet-our-silent-struggle\"><strong>Eatnameamet<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Menschenrechtsverletzungen wie die Unterdr\u00fcckung von Minderheiten zu beobachten, muss man nicht die EU verlassen. In <strong>Finnland<\/strong> werden die <strong>Sami<\/strong>, die <strong>letzte indigene Bev\u00f6lkerung Europas<\/strong>, seit Jahrzehnten systematisch unterdr\u00fcckt. Und obwohl sie in den letzten Jahren ein gewisses Ma\u00df an Rechten f\u00fcr sich einfordern konnten, ist ihr Kampf f\u00fcr ihre Lebensgrundlage und die Erhaltung ihrer Kultur nicht vorbei. Im Stillen versucht die finnische Regierung die Sami in ihrem eigenen Parlament durch das Einschleusen von Finnen mundtot zu machen, Projekte wie der Arctic Railway bedrohen die Lebensgrundlage der Sami, die Rentierhaltung. Anderenorts wird ihnen der Zugang zu Wald und Wasser beschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrelang wurden Sami in <strong>Umerziehungslager<\/strong> versucht zu assimilieren. Gleichzeitig hat sich der finnische Staat die Kultur der Sami angeeignet, um f\u00fcr Touristen zu bewerben: Die bunte, traditionelle Kleidung und die T\u00e4nze der Sami werden in Shows von Finnen f\u00fcr Touristen aufgef\u00fchrt, doch die Sami haben davon nichts. Wie kann so etwas bei uns in der EU m\u00f6glich sein? \u201eEatnameamet\u201c ist ein aufw\u00fchlender Film, der wieder einmal beweist, dass selbst in der westlichen Welt Menschenrechte nicht f\u00fcr alle gleich gelten und die <strong>Unterdr\u00fcckung von Minderheiten<\/strong> leider immer noch Thema ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Hot Docs 2021 Trailers: EATNAMEAMET \u2013 OUR SILENT STRUGGLE\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/842aEzjfLNU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8230; und vieles mehr!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich wurden noch viele andere wichtige Geschichten aus allen Teilen der Welt vorgestellt: In <a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/toxic-business\">Toxic Business<\/a> geht es um europ\u00e4ische Chemiekonzerne wie Bayer, die in Kenia Pestizide und D\u00fcnger verkaufen, die aufgrund ihrer giftigen Inhaltsstoffe und Folgesch\u00e4den in Europa bereits verboten sind. Oder der Film <a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/la-vocera\">La Vocera<\/a> von Luciana Kaplan, der uns Marichuy aus Mexiko vorstellt, die als erste indigene Frau f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaftswahl kandidieren wollte und so einen Raum f\u00fcr die unterdr\u00fcckte, indigene Bev\u00f6lkerung des Landes schaffte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrenddessen begleitet <a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/welcome-chechnya\">Welcome to Chechenya<\/a> David und Olga, die mit ihrem Verein homosexuelle Menschen aus Tschetschenien vor Folter und Tod retten, indem sie Asyl f\u00fcr sie im Ausland beantragen und ihre Flucht erm\u00f6glichen. Und schlie\u00dflich erz\u00e4hlt <a href=\"https:\/\/www.humanrightsfilmfestivalberlin.de\/de\/siriri\">S\u00edr\u00edr\u00ed<\/a> von Manuel von St\u00fcrler die Geschichte des Kardinals Dieudonn\u00e9 Nzapalainga und des Imams Kobine Lamaya aus der Zentralafrikanischen Republik, die versuchen, die Kluft zwischen Christen und Muslimen wieder zu schlie\u00dfen, nachdem Rebellengruppen im Kampf um Gold und Diamanten Hass und Gewalt zwischen den Religionen im Land sch\u00fcrten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Human Rights Film Festival <\/strong>brachte auch in diesem Jahr wieder die unterschiedlichsten Themen und Regionen auf die Leinwand und damit ins Gespr\u00e4ch, <strong>die gerade durch Corona in unserem Diskurs untergegangen sind<\/strong>. Die Filmbeitr\u00e4ge haben jedoch bewiesen, dass die Verletzungen von Menschenrechten, Diskriminierung und Klimaschutz nicht an Aktualit\u00e4t und Wichtigkeit verloren haben \u2013 trotz der Pandemie. Und in einem privilegierten, reichen Land wie Deutschland sollten wir uns die Frage stellen, warum so wenig gegen den Klimawandel und f\u00fcr mehr Gleichberechtigung von Frauen und Minderheiten getan wird, w\u00e4hrend es Menschen ohne finanzielle Mittel und ohne ausreichende Bildung in Entwicklungsl\u00e4ndern trotzdem gelingt, Ver\u00e4nderungen zu bewirken. Sp\u00e4testens jetzt muss uns klar sein, dass es keine Ausrede mehr gibt, unt\u00e4tig zu bleiben \u2013 mindestens diese Botschaft sollten wir in unseren Alltag mitnehmen.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem  Motto \u201eThe Art of Change\u201c wurden vom im September in Berlin insgesamt 40 Filme aus der ganzen Welt in Kinos und als Stream gezeigt.<\/p>\n","protected":false},"author":84,"featured_media":55851,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[64,451,58],"tags":[227,977,460,978],"class_list":["post-55846","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filme-serien","category-insta","category-was-wir-moegen","tag-berlin","tag-dokumentarfilm","tag-festival","tag-human-rights-film"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is 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