Warum geraten Schüler und Lehrer so oft aneinander, wo entstehen Konflikte? Viele Probleme lassen sich nicht von heute auf morgen lösen. Doch es gibt Ideen
Von Tom Simon Klute, Klasse 10a, Private Stadtteilschule St. Georg, Hamburg

Wie sollten sich Lehrer und Schüler verhalten, sodass das eigentliche Ziel, einen guten Schulabschluss zu machen, nicht in weite Ferne gerät? Dies werde ich an eigenen Beispielen und Erfahrungen als Schüler erläutern.

Konflikte entstehen oft dort, wo Lehrer beziehungsweise Schüler verschiedener Meinung sind. Anstatt dieses Problem in einem Einzelgespräch nach der Stunde mit dem Schüler zu klären und das Problem damit aus der Welt zu schaffen, wird es oft eher vor der Klasse diskutiert. Dies ist nicht nur dem Schüler gegenüber unfair, sondern stört auch den allgemeinen Unterricht. Dadurch werden auch alle anderen Schüler beim Lernen gestört.

Dies ist also ein Problem, das man versuchen sollte, anders zu lösen. Ein weiterer Konflikt der oftmals zwischen Schülern und Lehrern entsteht ist, dass Schüler das Gefühl haben, nicht nach ihren Leistungen bewertet zu werden, sondern eher danach, ob der Lehrer sie mag oder nicht oder einfach einen schlechten Tag hat. Bei diesem Konflikt gibt es noch viele andere Kleinigkeiten, die man benennen kann und die ich schon oft in meiner zehnjährigen Schullaufbahn mitbekommen oder auch selber erlebt habe. Man kann dafür jedoch auch nicht den Lehrern die Schuld geben, da die Klassen oftmals sehr überfüllt sind und sich eine Lehrkraft um 25 bis 30 Schüler kümmern muss.

Oft gibt es auch mehrere Integrationskinder in der Klasse, die in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind und die zusätzlichen Bedarf an Förderung haben, der von einer Lehrkraft nicht geleistet werden kann. Für solche Fälle gibt es Sozialpädagogen. Diese sind meistens allerdings nur für drei bis vier Schüler zuständig. Außerdem gibt es pro Schule meistens nur drei bis vier Sozialpädagogen.

Es gibt viele Probleme an Hamburger Schulen, die zu Konflikten zwischen Lehrern und Schülern führen können. Allerdings ist es sehr schwer, diese Probleme zu lösen, da sie nicht von heute auf morgen zu lösen sind, sondern man sich viel mehr damit beschäftigen muss, um etwas ändern zu können.

An Deutschlands Schulen fehlen nach Darstellung des deutschen Lehrerverbands fast 40.000 Pädagogen. Insbesondere an den Grund-Förderschulen sei die Lage „dramatisch“. Es ist also schwierig, Lösungen für alle diese Probleme zu finden, jedoch sollte man beginnen, sich mehr damit zu befassen um dies zu ändern. Meiner Meinung nach sollten sich die jeweiligen Behörden mehr bemühen, den akuten Lehrermangel zu bekämpfen, sodass die Lehrer mehr auf einzelne Schüler eingehen können. Ein Lohnanstieg könnte dazu beitragen, dass wieder mehr Leute den anstrengenden Beruf des Lehrers ausüben wollen und motiviert sind, Schüler auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten.

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