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Mit den KlimaMachern wird Umweltbildung konkret und praxisnah

Das Projekt „KlimaMacher“ möchte junge Menschen dazu inspirieren, Verantwortung für die Zukunft Berlins zu übernehmen.
Das Projekt „KlimaMacher“ möchte junge Menschen dazu inspirieren, Verantwortung für die Zukunft Berlins zu übernehmen.


Berlin. Der Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser aus dem Wasserhahn – doch was steckt eigentlich dahinter? Und was haben die Themen Klimawandel und Ressourcenschonung damit zu tun? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Projekt „KlimaMacher“ des InfraLab Berlin. Dahinter stehen Berliner Ver- und Entsorgungsunternehmen, die sich gemeinsam dafür einsetzen, Klimabildung fest in den Schulalltag zu integrieren und Schülerinnen und Schüler mit ihren Unterrichtsmaterialien für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und bewusstes Handeln zu begeistern. Im Interview sprechen Angela Sonnenschein von der Berliner Stadtreinigung (BSR) und Birgit Jammes von der GASAG – stellvertretend für das ganze KlimaMacher-Team – darüber, warum Umweltbildung an Schulen so wichtig ist und wie junge Menschen lernen können, Verantwortung für die Zukunft ihrer Stadt zu übernehmen.

Angela Sonnenschein vertritt die BSR bei den KimaMachern. © Benjamin Pritzkuleit

Liebe Angie, liebe Birgit, welches Ziel verfolgen die KlimaMacher?
Angie Sonnenschein: Unser Ziel ist es, die Klimabildung in den Schulen zu stärken und ein noch größeres Bewusstsein bei Schülerinnen und Schülern für die Themen Klimaschutz, Ressourcenschonung und Umwelt zu wecken. Wir haben es nicht nur mit einem Klimawandel, sondern mit einer Klimakrise zu tun. Deshalb ist es unser Anliegen, die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, sich für Klimaschutz und Umweltschutz zu engagieren und zu vermitteln: Alle können etwas tun!

Birgit Jammes bringt die Expertise der GASAG in das KlimaMacher-Projekt ein. © Buddy Bartelsen

Birgit Jammes: Wir wollen neugierig machen. Die Materialien sind so aufbereitet, dass es Spaß macht, in die Themen einzusteigen. Wir wollen, dass die Lehrkräfte mit unseren Materialien die Themen so angehen können, dass sie auf Interesse stoßen. Wir schaffen eine Art Rundum-sorglos-Paket für die Lehrkräfte. Die Inhalte sind so aufbereitet, dass man einfach nur noch einen Termin finden muss.

Wie kam es zu dem Projekt?
Angie: Die großen Ver- und Entsorger in Berlin haben sich im InfraLab Berlin zusammengetan, um Innovation, Nachhaltigkeit und Lebensqualität firmenübergreifend voranzutreiben. Die sechs Mitgliedsunternehmen Berliner Energie und Wärme (BEW), Berliner Stadtreinigung (BSR), Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berliner Wasserbetriebe, GASAG und Stromnetz Berlin bündeln im InfraLab ihre Kompetenzen zu verschiedenen Zukunftsthemen, so auch in der Klimabildung. Jedes Unternehmen hat hierfür eigene Bildungsmaterialien. Ende 2016 hatten wir dann die Idee: Lasst uns die Materialien zusammenfügen, sodass die Lehrkräfte einen einfacheren Zugriff darauf haben. Und so ist es zum Projekt „KlimaMacher“ gekommen.

Warum ist die Klima- und Umweltbildung an den Schulen so wichtig?
Birgit: Wo sonst? Man muss frühzeitig damit anfangen, denn es ist ein gesellschaftlich sehr relevantes Thema. Je früher sich Schülerinnen und Schüler damit auseinandersetzen, desto besser. Wir erleben, wie sich die Sommer und Winter in der Stadt verändern. Wir kommen nicht mehr daran vorbei, uns ernsthaft mit den Themen Klimaschutz und Klimawandel auseinanderzusetzen und diese auch zu einem persönlichen Anliegen zu machen. Und genau das versuchen wir.

Welchen Platz hat Klimabildung momentan an den Schulen?
Angie: Es müsste mehr passieren. Die Lehrkräfte haben meist mit dem Rahmenlehrplan genug zu tun. Außerdem gab und gibt es viele andere Krisenthemen, wie die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine, sodass das Thema Klimabildung oft etwas zu kurz kommt. Aber natürlich hängt es auch von den jeweiligen Lehrkräften ab.

Birgit: Was mir immer mehr auffällt, ist der hohe administrative Druck an den Schulen. Es gibt so strikte Vorgaben – das raubt Zeit und Kraft für andere Themen. Genau an dieser Stelle sollen unsere Unterrichtsmaterialien entlasten.

An welche Altersgruppe richtet sich euer Angebot?
Angie: Unsere Kernzielgruppe sind die Klassenstufen sieben bis zehn. Wir haben aber auch einzelne Bildungsangebote auf unserer Website, die schon für jüngere Schülerinnen und Schüler geeignet sind. Unsere neue Unterrichtseinheit, ein interaktives Energiespar-Video, das leicht umsetzbare Tipps liefert, kann sicherlich auch schon in der fünften oder sechsten Klasse verwendet werden.

Was umfasst das Angebot der KlimaMacher?
Angie: Die ersten vier Medienpakete sind firmenübergreifend aufgesetzt und umfassen die Themen Abfall, Energie, Mobilität und Wasser. Hier geht es um die Infrastruktur in Berlin, die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sowie um die Themen Klimawandel, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die einzelnen Medienpakete enthalten dann Leitfäden für die Lehrkräfte, Arbeitsbögen für die Schülerinnen und Schüler, Videos sowie interaktive Übungen. Und zu diesen vier übergeordneten Einheiten gibt es dann noch spezifischere Einheiten, etwa zu Abfall und Konsum.

Wie kann man Abfall, Energie, Mobilität und Wasser unter dem Oberthema Klima gut zusammendenken?
Angie: Das lässt sich sehr schön an unserem Biogasexperiment zeigen, mit dem wir die BSR-Biogasanlage erklären: Die BSR produziert aus dem Berliner Bioabfall in dieser Vergärungsanlage Biogas, mit dem wiederum unsere Müllfahrzeuge umweltfreundlich durch Berlin fahren. Abfall, Energie und Mobilität hängen eng zusammen und werden klimaschonend eingesetzt. Die KlimaMacher bieten aber auch andere Schnittstellenpakete an, zum Beispiel Abfall und Wasser. In diesen Paketen zeigen wir: Materialflüsse muss man ganzheitlich angehen – Stichwort Kreislaufdenken.

Wenn ihr euch Berlin in 50 Jahren vorstellt: Wie sehen Berlin und seine Infrastruktur idealerweise aus?
Birgit: Idealerweise ist Berlin noch grüner. Die Innenstadt ist autofrei und die Menschen fahren mit dem Fahrrad und nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel. Überall gibt es Wasserspender und damit kostenloses Trinkwasser. Außerdem gibt es mehr Orte, an denen man zusammenkommen und Gemeinschaft erleben kann.

Angie: Die Menschen wissen es noch mehr zu schätzen, wie schön es ist, in einer sauberen, grünen und lebenswerten Stadt zu wohnen. Das ganze Themenfeld Klimakompetenz ist eine Selbstverständlichkeit. Es ist selbstverständlich geworden, das Fahrrad zu nehmen, weil die Menschen wissen, dass ihr Handeln einen Einfluss auf das Klima, die Umwelt und unsere Stadt hat.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit den KlimaMachern, dem funky-Projektpartner.

Mehr Informationen zum Projekt gibt’s hier:
klimamacher.berlin

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