Alle vier Jahre wird der Bundestag, eines der wichtigsten politischen Organe des Landes, von den deutschen Bürger:innen gewählt. Sie bekommen damit die Chance, die Politik der darauffolgenden vier Jahren mitzugestalten. Dieses Jahr ist die Bundestagswahl für den 23. Februar 2025 angesetzt. Wer fleißig mitgezählt hat, weiß, dass der aktuelle Bundestag, der im September 2021 gewählt wurde, sein viertes Lebensjahr nicht vollenden konnte. Aufgrund des Scheiterns der Ampelkoalition wurde die Bundestagswahl vorgezogen. Markiere dir also schon einmal den 23. Februar im Kalender, denn dieses Jahr ist es ganz besonders wichtig, wählen zu gehen und ein Zeichen für die Demokratie zu setzen. Folgende Tipps können dabei helfen, dich vorab umfassend zu informieren.
Tipp 1: Keine Angst vorm Auffrischen
Die letzten Jahre haben gezeigt: Vier Jahre können eine lange Zeit sein. Wer also nicht mehr sicher ist, wie das genau mit dem Wählen funktioniert, sollte nicht davor zurückscheuen, sein Wissen aufzufrischen. Das gilt auch für Erstwähler:innen. Kann ich überhaupt wählen? Wann ist meine Stimme gültig/ungültig? Was bedeutet die Erst- und die Zweitstimme? Informiere dich am besten bei verlässlichen Quellen wie der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Seite der Bundeswahlleiterin. Hier gibt es verständlich aufbereitete Informationen aus erster Hand.
Tipp 2: Macht es euch gemütlich
„Wählen gehen? Das passt mir ja gar nicht an dem Tag.” Sicher ist dir schon mal eine ähnliche Ausrede zu Ohren gekommen. Aber wählen muss gar nicht stressig sein. Damit alle Wahlberechtigten die Möglichkeit haben, wählen zu gehen, gibt es unterschiedliche Varianten, wie du deine Stimme abgeben kannst. Wem das schnelle Ausfüllen der Stimmzettel im Wahllokal zu stressig ist, kann ganz einfach die Briefwahl beantragen. Aber Achtung! Die Briefwahl lässt sich ohne triftigen Grund nur noch bis zum 21. Februar beantragen. Wer sich in einer konkreten Ausnahmesituation befindet, also beispielsweise am Wahltag plötzlich stark erkrankt und nicht ins Wahllokal gehen kann oder zu dieser Zeit verreist ist, sollte sich unbedingt konkret über die Möglichkeiten informieren, das Wahlrecht wahrzunehmen.
Tipp 3: Raus aus der Filterblase
Durch die sozialen Medien, die dein Profil mit angepassten Inhalten überfluten, ist es einfach, einen falschen Eindruck der Realität zu bekommen. Manche Probleme in der Welt erscheinen dir möglicherweise dringender als andere. Durch unzählige Videos, Bilder und Texte wird dieser Verdacht bestätigt. Daher lohnt es sich, auch mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen und die eigene Filterblase zu verlassen. Durch unabhängige Medienformate wie „ZDFheute“ oder „Tagesschau“ kann man sich einen Überblick über das aktuelle politische Geschehen verschaffen. Außerdem werden dort die wichtigsten politischen Ereignisse noch einmal eingeordnet. Die Angebote, sich unabhängig zu informieren, sind vielfältig und unkompliziert. „ZDFheute“ und „Tagesschau“ haben z.B. eine eigene Seite auf ihrer Homepage, die sich nur mit Meldungen zur Bundestagswahl auseinandersetzt.
Wem es weniger um das Informieren und mehr um die Meinungen und Positionen der Parteien geht, der sollte einen Blick in die jeweiligen Wahlprogramme werfen. Nicht immer entspricht der eigene Eindruck von einer Partei auch ihren konkreten Forderungen. Dafür kann es auch nützlich sein, den Wahl-O-Mat durchzuführen, der die eigene Meinung mit den verschiedenen politischen Positionen der Parteien abgleicht und am 6. Februar veröffentlicht wird.
Tipp 4: Ein Faktencheck schadet nie
Falschnachrichten und Informationen gibt es innerhalb des politischen Spektrums auf der rechten wie auf der linken Seite. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass auch du schon mal eine Falschmeldung für die Wahrheit gehalten hast. Auch wenn ein kleiner Post vielleicht harmlos wirken mag, kann er großen Schaden anrichten und möglicherweise zur Entscheidungsgrundlage für Wähler:innen werden. Hier lässt sich leicht Abhilfe schaffen: Hinterfrage die Meldung. Dabei solltest du dir vor allen Dingen folgende Fragen stellen: Wirkt die Nachricht merkwürdig auf mich? Was will die Nachricht auslösen? Woher kommt die Nachricht und in welchem Kontext ist sie entstanden? Hat die Nachricht eine seriöse Quelle? Entsteht der Eindruck, dass es sich hier um eine Falschmeldung handelt, ist es empfehlenswert, noch einmal selbst die Nachricht nachzuverfolgen und ihren Ursprung zu recherchieren. Wer sich nicht selbst auf eine Entdeckungstour quer durch das Internet begeben will, der kann sich über den „ARD-Faktenfinder” der Tagesschau oder den „CORRECTIV.Faktencheck” der Recherche-Plattform Correctiv erkundigen. Dort werden konkrete Falschmeldungen detailliert aufbereitet und widerlegt.
Tipp 5: Ein Auge auf die politische Stimmung werfen
Während Einschätzungen der politischen Lage von Journalist:innen immer hilfreich sein können, bieten Wahlprognosen und Umfragen einen sachlichen Blick auf die aktuelle Stimmung im Land. Außerdem können sie helfen, das Verhalten von Politiker:innen besser zu beurteilen und auch in Zukunft besser einschätzen zu können. Auch mögliche Koalitionen lassen sich aus den Prognosen ablesen. Viele Menschen nutzen Wahlprognosen und Umfragen, um strategisch zu wählen, also beispielsweise davon abzusehen, eine Partei zu wählen, mit deren Meinung man allgemein übereinstimmt, die aber an der 5-Prozent-Hürde scheitern könnte und folglich nicht im Bundestag vertreten wäre. Diese Art zu wählen ist sehr umstritten und viele Expert:innen betonen, dass keine Stimme als „verschwendet“ gilt. Fest steht: Am Ende solltest du so wählen, wie du es für richtig hälst.
Alle vier Jahre wird der Bundestag, eines der wichtigsten politischen Organe des Landes, von den deutschen Bürger:innen gewählt. Sie bekommen damit die Chance, die Politik der darauffolgenden vier Jahren mitzugestalten. Dieses Jahr ist die Bundestagswahl für den 23. Februar 2025 angesetzt. Wer fleißig mitgezählt hat, weiß, dass der aktuelle Bundestag, der im September 2021 gewählt wurde, sein viertes Lebensjahr nicht vollenden konnte. Aufgrund des Scheiterns der Ampelkoalition wurde die Bundestagswahl vorgezogen. Markiere dir also schon einmal den 23. Februar im Kalender, denn dieses Jahr ist es ganz besonders wichtig, wählen zu gehen und ein Zeichen für die Demokratie zu setzen. Folgende Tipps können dabei helfen, dich vorab umfassend zu informieren.
Tipp 1: Keine Angst vorm Auffrischen
Die letzten Jahre haben gezeigt: Vier Jahre können eine lange Zeit sein. Wer also nicht mehr sicher ist, wie das genau mit dem Wählen funktioniert, sollte nicht davor zurückscheuen, sein Wissen aufzufrischen. Das gilt auch für Erstwähler:innen. Kann ich überhaupt wählen? Wann ist meine Stimme gültig/ungültig? Was bedeutet die Erst- und die Zweitstimme? Informiere dich am besten bei verlässlichen Quellen wie der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Seite der Bundeswahlleiterin. Hier gibt es verständlich aufbereitete Informationen aus erster Hand.
Tipp 2: Macht es euch gemütlich
„Wählen gehen? Das passt mir ja gar nicht an dem Tag.” Sicher ist dir schon mal eine ähnliche Ausrede zu Ohren gekommen. Aber wählen muss gar nicht stressig sein. Damit alle Wahlberechtigten die Möglichkeit haben, wählen zu gehen, gibt es unterschiedliche Varianten, wie du deine Stimme abgeben kannst. Wem das schnelle Ausfüllen der Stimmzettel im Wahllokal zu stressig ist, kann ganz einfach die Briefwahl beantragen. Aber Achtung! Die Briefwahl lässt sich ohne triftigen Grund nur noch bis zum 21. Februar beantragen. Wer sich in einer konkreten Ausnahmesituation befindet, also beispielsweise am Wahltag plötzlich stark erkrankt und nicht ins Wahllokal gehen kann oder zu dieser Zeit verreist ist, sollte sich unbedingt konkret über die Möglichkeiten informieren, das Wahlrecht wahrzunehmen.
Tipp 3: Raus aus der Filterblase
Durch die sozialen Medien, die dein Profil mit angepassten Inhalten überfluten, ist es einfach, einen falschen Eindruck der Realität zu bekommen. Manche Probleme in der Welt erscheinen dir möglicherweise dringender als andere. Durch unzählige Videos, Bilder und Texte wird dieser Verdacht bestätigt. Daher lohnt es sich, auch mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen und die eigene Filterblase zu verlassen. Durch unabhängige Medienformate wie „ZDFheute“ oder „Tagesschau“ kann man sich einen Überblick über das aktuelle politische Geschehen verschaffen. Außerdem werden dort die wichtigsten politischen Ereignisse noch einmal eingeordnet. Die Angebote, sich unabhängig zu informieren, sind vielfältig und unkompliziert. „ZDFheute“ und „Tagesschau“ haben z.B. eine eigene Seite auf ihrer Homepage, die sich nur mit Meldungen zur Bundestagswahl auseinandersetzt.
Wem es weniger um das Informieren und mehr um die Meinungen und Positionen der Parteien geht, der sollte einen Blick in die jeweiligen Wahlprogramme werfen. Nicht immer entspricht der eigene Eindruck von einer Partei auch ihren konkreten Forderungen. Dafür kann es auch nützlich sein, den Wahl-O-Mat durchzuführen, der die eigene Meinung mit den verschiedenen politischen Positionen der Parteien abgleicht und am 6. Februar veröffentlicht wird.
Tipp 4: Ein Faktencheck schadet nie
Falschnachrichten und Informationen gibt es innerhalb des politischen Spektrums auf der rechten wie auf der linken Seite. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass auch du schon mal eine Falschmeldung für die Wahrheit gehalten hast. Auch wenn ein kleiner Post vielleicht harmlos wirken mag, kann er großen Schaden anrichten und möglicherweise zur Entscheidungsgrundlage für Wähler:innen werden. Hier lässt sich leicht Abhilfe schaffen: Hinterfrage die Meldung. Dabei solltest du dir vor allen Dingen folgende Fragen stellen: Wirkt die Nachricht merkwürdig auf mich? Was will die Nachricht auslösen? Woher kommt die Nachricht und in welchem Kontext ist sie entstanden? Hat die Nachricht eine seriöse Quelle? Entsteht der Eindruck, dass es sich hier um eine Falschmeldung handelt, ist es empfehlenswert, noch einmal selbst die Nachricht nachzuverfolgen und ihren Ursprung zu recherchieren. Wer sich nicht selbst auf eine Entdeckungstour quer durch das Internet begeben will, der kann sich über den „ARD-Faktenfinder” der Tagesschau oder den „CORRECTIV.Faktencheck” der Recherche-Plattform Correctiv erkundigen. Dort werden konkrete Falschmeldungen detailliert aufbereitet und widerlegt.
Tipp 5: Ein Auge auf die politische Stimmung werfen
Während Einschätzungen der politischen Lage von Journalist:innen immer hilfreich sein können, bieten Wahlprognosen und Umfragen einen sachlichen Blick auf die aktuelle Stimmung im Land. Außerdem können sie helfen, das Verhalten von Politiker:innen besser zu beurteilen und auch in Zukunft besser einschätzen zu können. Auch mögliche Koalitionen lassen sich aus den Prognosen ablesen. Viele Menschen nutzen Wahlprognosen und Umfragen, um strategisch zu wählen, also beispielsweise davon abzusehen, eine Partei zu wählen, mit deren Meinung man allgemein übereinstimmt, die aber an der 5-Prozent-Hürde scheitern könnte und folglich nicht im Bundestag vertreten wäre. Diese Art zu wählen ist sehr umstritten und viele Expert:innen betonen, dass keine Stimme als „verschwendet“ gilt. Fest steht: Am Ende solltest du so wählen, wie du es für richtig hälst.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
Die Neuwahlen kommen wahrscheinlich im Februar auf uns zu. Was diese vor allem für junge…
Immer mehr Menschen wählen nicht mehr ihre Lieblingspartei, sondern treffen ihre Wahlentscheidung nach taktischen Kriterien.
Achtung! Fake News! Wir haben ein Medientraining besucht und Dir 5 Schritte zusammengestellt, mit denen…
Vanessa Bitter von #UseTheNews erklärt im Interview, warum Medienkompetenz unbedingt zu einem Schulfach werden muss.