Meinung

Das Privileg der Pressefreiheit – warum es mehr als nur ein Lob am Rande braucht

Frau liest Zeitung
© Pexels

Die Freiheit ist das höchste Gut des Menschen. Freie Entscheidungen, Selbstbestimmung, Wahl in der Demokratie, Meinungsfreiheit und nicht zuletzt auch die Pressefreiheit. Letztere ist nicht grundlos die vierte Säule der Gewaltenteilung: Als Werkzeug zwischen Politik und Gesellschaft und bildet sie die Basis für einen differenzierten Diskurs innerhalb der Gesellschaft. 

Hannah Schedler, funky-Jugendreporterin

Frei nach dem Motto „Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser“ ist es die Aufgabe der Journalist*innen, mit Informationen und Berichten zur Aufklärung und Meinungsbildung der Bevölkerung beizutragen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sicherlich auch nicht schadet, wenn man Politik und Wirtschaft ab und zu mal auf die Finger schaut. Und obwohl eine unabhängige Presse selbstverständlich sein sollte, war sie es nicht immer, sondern ist eine Errungenschaft der letzten Jahrzehnte, für die unzählige Generationen Vorarbeit geleistet haben. Ein Blick in das Geschichtsbuch bestätigt dies, denn im Jahrhunderte überdauernden Kampf für die Demokratie schrieben sich die Protestler*innen immer auch die Pressefreiheit auf die Fahnen. 

Begriffe wie Lügenpresse und Populismus zeigen jedoch auch, dass die Pressefreiheit ein sensibles Instrument ist, das immer noch an mehreren Fronten Kämpfe auszutragen hat: Reißerische und populistische Headlines sind ein direkter Angriff auf die Seriosität von Informationen, Korruption und Einflussnahme durch die Politik erschweren in vielen Ländern eine faktenorientierte Berichterstattung. Die größten Schlachten müssen jedoch in demokratiefernen Staaten ausgetragen werden: Weltweit sitzen an die 300 Journalisten*innen Ländern wie Ägypten, der Türkei, Nordkorea und China im Gefängnis. Die „Hüter der Wahrheit“ werden so mit unmoralischen Mitteln mundtot gemacht.

Jede Art von Zensur greift die demokratischen Werte an und untergräbt die (Gedanken)Freiheit der Menschen.  Deswegen braucht es am Tag der Pressefreiheit mehr als nur einige wohlwollende Worte zum als Randnotiz wahrgenommenen Gedenktag. Es braucht starkes und gemeinsames Handeln, Kontrollen, Sanktionen und klare Worte gegen die Zensur.

Du willst mehr? Du bekommst mehr!

Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.